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Das 3-in-1-Rätsel:
Nonogramm >> Labyrinth >> Logikrätsel

Wer hat sich verrirrt und was sind seine Attribute?


Natürlich würde es nur halb so viel Spaß machen ohne die Zusatzfrage:

Was ist wohl die Hintergrundgeschichte?

Hier sind Eure Vorschläge:



Geschichte von Caroline Strack (Hauptgewinnerin):


(Version 1)

Es ist Tim!
Wieso? Weil vollkommen unmotiviert ein roter Luftballon im Labyrinth schwebt -> ES -> die 1990er Verfilmung -> TIM Curry als Pennywise!

Er ist in Turnschuhen unterwegs und sucht sein Handy, das er verloren hat, als er das letzte Mal mit seinem Traumatherapeuten hier war. Seit den ES-Filmen hat er nämlich solche Probleme mit dunklen unterirdischen Gängen, dass er seine teuren alten Weine nicht mehr aus seinem Keller holen kann, und das ist natürlich therapiebedürftig.

Aber es war kein guter Abend für Tim. Nicht nur, dass sein Therapeut keine Zeit hatte, nein, jemand hat auch das Wollknäuel geklaut, mit dem er seinen Weg markiert hat, und dann schwebte hinter der nächten Abzweigung mitten im Gang ein roter Luftballon... Aaaaaarrghhhh!

(Version 2)

Es ist Tina!
Wieso? Wegen der kleinen Kuh und der Milchkanne auf dem Weg. Tina ist nämlich eine Kuh! Deshalb läuft sie auch barfuß, welche Kuh trägt schon Schuhe?!

Und gefolgt ist sie ins Labyrinth... den SCHMETTERLINGEN in ihrem Bauch! Seit sie von Weitem zum ersten Mal den Minotaurus gesehen hat, lassen die Schmetterlinge sie nicht mehr schlafen.

Und so hat sie es gewagt... aber dann hat jemand ihr Wollknäuel entführt! Wissen die denn nicht, wie schwer es ist, einen Faden abzuwickeln, wenn man ein Paarhufer ist... hach... PAARhufer... seufz... <3



Ohh, das klingt nach Hoffnung für den armen Anertaurus! Wir wollen gerne glauben, dass sie recht hat mit der Entlarvung der wahren Tina.




Geschichte von Martin Bernasconi
(2. Gewinner):


"Tiiiiim!" Der Ruf meiner Mutter schallte übers Feld, auf dem ich gerade Radschlag und mit den Ziegen Bockspringen übte. Sie kam auf mich zu: "Tim, kannst du noch mal in den Keller gehen und etwas Milch holen? Tina hat schon wieder Hunger und Berta... naja, du weißt ja, wie sie ist." Mist, immer musste ich die Drecksarbeit machen. "Jaaa, Mama...." "Danke Tim, du bist ein Schatz!"

Also machte ich mich auf den Weg Richtung Keller. Falls Sie sich jetzt schon wundern: wir waren ein sehr schräge Familie. Tina war meine kleinere Schwester im Säuglingsalter. Da sie einen schier unersättlichen Appetit hatte, hatte Mom irgendwann nicht mehr weiter gewusst und angefangen, ihr zur Aufstockung frische Kuhmilch zu geben. Berta, meine große Schwester, hatte hingegen durch die Pubertät einen leichten phsychischen Schlag erhalten und trug - angeblich gezwungenermaßen - seit ihrem 17. Geburtstag nur noch Stöckelschuhe. "Mit denen kann ich aber nicht ständig in den Keller gehen!", hatte sie ab da stets geantwortet, wenn Mom ihr auftrug frische Milch aus dem Keller zu holen und nachdem sie beim ersten Versuch auf der Treppe umgeknickst und etwas früher als sonst unten mit einem verstauchten Knöchel gelandet war.

Und ja: "frische" Milch aus dem "Keller". Denn auch die Nutztiere auf unserem Hof hatten alle einen leichten Dachschaden: unsere Hühner hielten sich für Schweine und suhlten sich gerne im Dreck; unsere Schweine wiederum schrieben seltsame Nachrichten (irgendetwas mit Gleichheit oder so) an die Schuppenwand und wollten in Betten schlafen; und unsere Kuh hatte Xeroderma pigmentosum ... Mondscheinkrankheit. Nachdem uns das vom Tierarzt bestätigt worden war, hatten wir sie in unserem weitläufigen Keller verfrachtet, was tierisch nervig für alle Beteiligten ist! Ständig Heu runterbringen, ständig Kuhmist hochbringen und ... Ich sags mal so: alles, was man einmal in diesen Keller gebracht hatte, schmeckte danach nach Stall.

Ich war an den Stufen zum Keller angekommen und begann die Stufen hinab zu gehen. Der Keller war ebenfalls schon immer merkwürdig gewesen, denn er barg Geheimnisse, die nur eine Person bisher ergründet hatte. Den Geschichten nach war unser Großvater, als er vor langer Zeit auf der Walz gewesen war, auf unserer Wiese in ein Loch gefallen und hatte staunend das Gewölbe, in dem er gelandet war, und seine glatten Wände und verwinkelte Bauweise erforscht. Um die Nächte nicht ebenfalls dort verbringen zu müssen, hatte er direkt neben dem Eingang eine kleine Hütte gebaut, die im Laufe der Jahrzehnte mit der Familie um ihn herum mitgewachsen war, bis das Gewölbe als Keller Teil des Haus geworden war. Ob es wirklich klug war, das Haus direkt über dem Eingang dieser Katakomben zu erweitern, ist fraglich, denn Großvater Franz war im Laufe der Jahre ... merkwürdig geworden und hatte von seltsamen Wesen mit acht Armen und anderen Geistern und Fabelwesen erzählt, die ihm auf seinen Reisen durch das "Labyrinth", wie er es genannt hatte, begegnet sein wollten. Alles Humbug, wenn ihr mich fragt. Und doch hatte Großvater, bevor er sich im Rollstuhl zur Ruhe setzte, als letzte große Tat seines Lebens mitten im Keller eine dicke Wand mit schwerer Tür eingezogen und auf diese Weise den Großteil des Gewölbes mit einem dicken Schloss vor der Außenwelt abgeriegelt. Den Schlüssel versteckte er und nahm das Wissen um dessen Platz mit ins Grab.

Laut meiner Mutter hätte ich ein Gros des Wesenzugs meines Großvaters geerbt, unter anderem seinen Forscherdrang. Geheimnisse hatten mich schon immer fasziniert! Und nachdem unser Vater uns die Geschichten von Großvater und seinen Forschungsreisen hinter der Kellerwand erzählt hatte, hatte ich alles daran gesetzt, den verschollenen Schlüssel zur Tür wiederzufinden. Wochenlang hatte ich das gesamte Haus auf den Kopf gestellt und hatte nach endlosem Suchen auf dem Dachboden eine große Kiste gefunden, die angefüllt war mit Schlüsseln. "Wie versteckt man am besten einen Baum? Man stellt ihn in den Wald!", soll der Lieblingswitz meines Großvaters gewesen sein. Als ich diese Kiste gefunden hatte, war mir sofort klar, warum ausgerechnet dieser Witz bis in meine Generation durchgedrungen war: ein würdiger Nachfolger sollte den Schlüssel finden und das letzte Geheimnis des Labyrinthes erkunden! Die Kiste mit den Schlüsseln hatte ich kurzerhand im Keller verstaut und probierte seit dem jedes Mal, wenn ich in den Keller kam, ein paar der Schlüssel aus.

So auch heute. Zuerst molk ich unsere Kuh, dann probierte ich ein paar Schlüssel. Die Enttäuschungen, die ich jedes Mal gefühlt hatte, wenn ein Schlüssel nicht passte, waren zur Routine geworden, und in halb meditativem Zustand bemerkte ich zunächst gar nicht, dass der Schlüssel sich herumdrehen ließ. Was? STOPP! Ungläubig drehe ich den Schlüssel mehrmals links und rechts herum. Das kann doch nicht wahr sein! Endlich! Nach so langer Zeit... Wow, ähm, was mache ich denn jetzt?

Aufregung flutet meinen Körper. Die Tür ist endlich offen! Endlich bin ich in der Lage das Werk zu Ende zu führen, dass mein Großvater begonnen hatte. Blitzschnell flitze ich nach oben in mein Zimmer und hole die Ausrüstung unterm Bett hervor, die ich schon vor Wochen für diesen Moment bereit gelegt hatte: Stift, Karte, Taschenlampe, Kompass und anderer nützlicher Kleinkram. Auf dem Weg nach unten begegne ich meiner Mutter: "Wo ist die Milch?" "Hab' ich im Keller vergessen!", antworte ich und stürze nach unten. Pah, Tina konnte noch auf ihre Milch warten. Aber stimmt: etwas Marschverpflegung wäre in der Tat nicht schlecht. Ich schnappe mir die Milchkanne, atme noch einmal tief ein, dann stoße ich die Tür auf und...

... blicke ins absolute Schwarz. Ja, klar, wo soll auch Licht herkommen. Ich nehme meine Taschenlampe zur Hand und beginne auf der Schwelle stehend systematisch den Raum hinter der Tür abzuleuchten. Der Keller scheint hinter der Wand in gleichem Ausmaß weiter zu gehen und knickt weiter hinten nach links ab. Etwas davor scheint nach rechts ein weiterer Gang abzugehen. Merkwürdige Bauweise. Fast wie in einem ... Labyrinth. Der überlieferte Ausdruck von Großvater scheint einen wahren Kern zu haben. Und was ist das? Ich leuchte auf die Stelle direkt rechts neben mir: dort liegt etwas Knallrotes. Ein... Wollknäuel? Und ist das eine Ende des Wollknäuels an einem Haken im Boden befestigt? Wozu das denn? Ich denke nach. Großvater war ein gewitzter Mann gewesen. Es muss einen Grund haben, warum hier ein angebundenes rotes Wollknäuel liegt. Ich habe mal gelesen, dass Taucher ein Tauchseil verwenden, wenn sie Grotten erforschen oder in Gebieten tauchen, in denen die Sicht schlecht werden kann. Ob Großvater diesen Trick ebenfalls angewendet hat? Ich nehme das Knäuel und verstaue es in der Tasche meines Marschgepäcks, aber so, dass es sich selbständig abwickeln kann. Dann wage ich es, in den dunklen Gang vorzustoßen.

Es ist schon merkwürdig, wie in absoluter Dunkelheit das Zeitgefühl und die Orientierung schwinden kann. Etliche rechtwinklige Biegungen und unzählige Sackgassen später weiß ich nicht mehr, wie lange ich schon in diesem Labyrinth bin. Glücklicherweise und Großvaters rotem Faden sei Dank ist es stets recht einfach den Weg wieder zurückzufinden. Die Milch ist inzwischen ausgetrunken, aber außer seltsamer Zeichnungen an den Wänden, die irgendeine merkwürdige mathematische Beziehung zwischen Buchstaben und Symbolen herzustellen scheinen, und merkwürdiger Schlurfgeräusche ist mir bisher nichts Merkwürdiges über den Weg gelaufen. Das Wollknäuel ist sehr klein geworden, ich muss tief im Labyrinth sein. Nanu, was ist das? An der gegenüberliegenden Wand sehe ich etwas Rotes im Schein der Taschenlampe aufblitzen. Schnell laufe ich näher hin: ein Luftballon! Ein Luftballon? In einem Jahrhunderte alten Labyrinth? Wie kommt der denn hierher? Wer hat ihn hierher gebracht? Und vor allem: Warum ist er immer noch prall gefüllt? Er muss erst vor Kurzem hierher gebracht worden sein. Das bedeutet: Irgendjemand muss in diesem Labyrinth sein. Und das bedeutet: Ich bin nicht allein!

Diese Erkenntnis lässt mich erschaudern. Ob es ein doch ganz großer Fehler war hier einzusteigen? Panik sickert durch meinen Körper... raus hier! Ganz schnell! Ich greife nach dem Wollknäuel, doch... es ist weg! Das Wollknäuel ist weg! Es muss zu Ende gegangen sein, als ich in diesem Gang zum Ballon gelaufen bin. Ich laufe den Gang zurück, den ich gekommen bin. Hier muss der Faden doch irgendwo auf dem Boden liegen... spätestens nach dieser Biegung... doch... da ist nichts. Der Faden bleibt... verschwunden...


Ein Schauder läuft mir über den Rücken. Was für ein Ende! Und wir tragen die Schuld an dieser Misere...


Mit welchem Trick können wir ihn retten?

Da uns eine sehr genaue Karte des Labyrinthes vorliegt, können wir auf folgende Weise den dritten Ausgang des Labyrinthes finden:

> Schwester Berta befragen. Sie muss vor einiger Zeit durch ein weiteres, zweites Loch im Boden in das Labyrinth gefallen sein, denn ihe Fußspuren befinden sich in der nordöstlichen Ecke des Labyrinthes.
> Durch die Verbindungsachse zwischen Kellereingang und dem Loch, durch das Berta gefallen ist, kann in der realen Welt, also auf der Wiese, die Ausrichung und die Größe des Labyrinthes abgeschätzt werden (einfacher Dreisatz).
> Mit Hilfe der Karte und der zuvor ermittelten Größe und Ausrichtung kann ermittelt werden, wo sich der südöstliche Ausgang des Labyrinthes in etwa befinden muss. Dieser Eingang muss gefunden und freigelegt werden.
> Bertas Loch wird verschlossen. Alle Türen im Haus, die von der Eingangstür zum Keller hin führen, müssen geöffnet werden. Da das Labyrinth ansonsten keinen Durchlass bietet, wird zwischen den beiden nun offenen Hauptausgängen ein Luftzug entstehen. Gegebenfalls kann mit einem Lagerfeuer direkt vorm südöstlichen Ausgang etwas nachgeholfen werden.
Wenn Tim noch in Labyrinth umherirrt, wird er irgendwann auf den Luftstrom treffen, ihn bemerken und ihm folgen. Auf diese Weise wird er zum zweiten Ausgang finden.


Genialer Vorschlag, so machen wir es!

Ich sollte langsam einen Verlag für Eure tollen Geschichten gründen... Vielen Dank für diesen literarischen Genuss- der Gewinn ist mehr als verdient!




Geschichte von Andrea Sauer:


Tim wollte seine Kühe melken, als er bemerkte, dass Kuh Elsa scheinbar entwischt war. Da er seine Kühe mit dem Handy tracken kann, musste er nur Elsas Spur folgen, die ihn dummerweise ins Labyrinth führte. Ob der Minotaurus die Kuh angelockt hatte?

Tim wusste glücklicherweise, dass er im Labyrinth keinen Empfang haben würde und bereitete sich sehr gut vor: mit einer Handvoll heliumgefüllter Luftballons, die er dann wie in einer modernen Hänsel und Gretel-Version in gewissen Abständen an die Decke des Labyrinths steigen ließ. Da es im Labyrinth ziemlich dunkel ist, waren sie uns bisher gar nicht aufgefallen. Aber mit dem Wissen, dass wir an die Decke leuchten müssen, können wir Tim und seine Kuh leicht aus dem Labyrinth befreien.

Leider ist Tims Handy-Akku mittlerweile leer, daher konnte er der Spur der Luftballons selbstständig nicht mehr folgen, sondern saß im Dunkel fest.



Es ist praktisch, immer ein paar Luftballons und ein bisschen Helium dabei zu haben - man weiß ja schließlich nie.
Coole Idee, vielen Dank!




Geschichte von Irina Spitznagel:


Tim verschwand im Labyrinth, weil er sein Handy dort irgendwo verloren hatte. Hinein begeben hatte er sich, weil ihm sein roter Luftballon davongeflogen war. Die ursprüngliche Idee, seinen Weg von Google Maps tracken zu lassen und ihn dann einfach zurück zu gehen, war zwar prinzipiell gut, aber weil er so struddelig ist, nützte ihm der digitale rote Faden halt nichts.

Immerhin verdurstete er nicht, da er bei seinem Herumgeirre erst auf Kuh Erna traf und dann später sogar eine Milchkanne fand, in der er sein ermolkenes Proviant transportieren konnte. Und dank seiner bequemen Turnschuhe lief er sich auch keine Blasen.

Unsere Befreiungsaktion war eher zufällig, aber dennoch erfolgreich. Unsere zahlreichen Versuche, Tim telefonisch zu erreichen, halfen ihm, dem Klingeln nachzugehen und sein Handy wiederzufinden. Den Rest schaffte er dann, wie ursprünglich geplant, mithilfe von Google.

Die Erleichterung war allseits groß. Vor allem auch bei uns, da wir nicht schuld an Tims Malheur gewesen waren. Schließlich ist er ja kein Benutzer von analogen roten Fäden.



Puh, damit können wir alle wieder beruhigt schlafen! Danke für die Entwarnung.




Lösungen zum Minotaurusrätsel

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Nachdem wir den Advent 2020 mit einer abenteuerlichen Reise durch ein vernebeltes Labyrinth verbracht haben, sind wir am Ende auf den Minotaurus gestoßen. Schnell mussten wir eine Gegenchimäre einstellen, um ihn in Schach zu halten, während wir selbst zum roten Geschenk durchhuschen konnten. Drei Chimären hatten sich beworben, unser Favorit war Edgar. Doch warum?

Die Zusatzfrage lautete: Womit könnten wir diesen speziellen Minotaurus tatsächlich besiegen? (Bildungs- und Kreativfrage)

Die eigentlich gemeinte Lösung hat keiner der Teilnehmer herausgefunden - nein, ihre Lösungen waren zum Teil besser als diese!

Folgende Antwort wäre gesucht gewesen: Die Abbildung von Minotaurus ist eine direkte Anspielung auf Dürrenmatts 'Minotaurus - Eine Novelle'. Dort ist der Minotaurus in einem Spiegellabyrinth gefangen und will eigentlich nur spielen, was allerdings nicht besonders gut ausgeht. Wir hätten ihm also zum Spielen einen starken Gefährten an die Seite stellen können, der nicht so leicht kaputtgeht. Wir lassen Edgar also da, wenn er möchte. Vor allem Martins Antwort war allerdings um Welten besser (siehe unten).


Hier sind Eure Lösungen:

Lösung von Die-Den-Monitaurus-Besiegte (Irina Spitznagel):


Edgar kann den Minotaurus mit seinem Schwanz zu Fall bringen und mit den Scheren in Schach halten. Und ihm notfalls in die Nase beißen.
Daheim lassen sollten wir John, der bringt's echt nicht.

Womit könnten wir diesen speziellen Minotaurus tatsächlich besiegen?
Zur tatsächlichen Besiegung ist hoffentlich die Schwertkämpfer-Chimäre wieder fit, schließlich ähnelt sie Theseus auf den antiken Keramiken doch sehr.



Das klingt nach einem Superplan - kein Wunder, dass das so schnell geklappt hat!




Lösung von Andrea Sauer:


Edgar hat einen Haikopf, Hummerscheren und -beine und einen Krokodilkörper. Lilly sollte man mit Hummerkörper, Krokodilkopf und Haiflossen zuhause lassen, da sie sich im Labyrinth kaum fortbewegen könnte. John kann seinen Haikörper zwar auf den Krokodilbeinen bewegen, aber der Hummerkopf wird wohl einen Minotaurus kaum beeindrucken... höchstens zum Totlachen :-)!
Edgar kann sich sowohl mit den Hummerscheren als auch dem Haikopf gut zur Wehr setzen und ihm kommt sicherlich auch zugute, dass er so nahe am Boden vom Minotaurus schlecht gesehen werden kann.

Womit könnten wir diesen speziellen Minotaurus tatsächlich besiegen?
Da wir kein Schwert dabei haben, um den Minotaurus zu besiegen, hier der Vorschlag meiner Tochter (angelehnt an David und Goliath): Unsere Chimäre ist sehr leidensfähig und opfert ihre Zähne, die sie dann an einem gespannten Gummi zwischen ihren Scheren auf den Minotaurus schleudert. Zum Ablenken vorher würde auch - zumindest wenn man im Bereich der Sagen bleibt - ein rotes Tuch reichen, dass sie mit den Scheren schwingt. Wissenschaftlich betrachtet würde es bei farbenblinden Stieren auch reichen, einfach nur die Scheren ordentlich zu schütteln.



Was für eine Vorstellung!
DA wäre ich gerne dabei gewesen.





Martin Bernasconi hat sich ein paar wirklich realistische Gedanken über Edgars Kompetenzen gemacht. Damit wird er zum Leiter der labyrinthischen Personalabteilung befördert.


Seine Lösung:


Wie sieht Edgar aus?

Edgar hat ...

... den Kopf eines Hummers, denn es macht Sinn in einem dunklen Labyrinth, dessen dichter Nebel stehts nur temporär von Nebelscheinwerfern durchdrungen werden kann, sich mittels Fühlern vorwärts tasten zu können.

... die Füße eines Krokodils, denn auf dem festen Boden eines Labyrinthes ist es unmöglich mit Flossen oder Zangen vorwärts zu kommen.

... den Schwanz eines Hais, denn mit diesem können Gegner verwirrt, hart getroffen und betäubt werden.

Womit könnten wir diesen speziellen Minotaurus tatsächlich besiegen?

Das ist in der Tat die interessanteste Frage.
Meiner Ansicht nach müssen wir uns den Minotaurus als psychisch völlig überfordertes Geschöpf vorstellen. Stellen wir uns vor, wir selbst hätten das Gehirn und somit die Bedürfnisse eines Stieres: den ganzen Tag auf Weiden herumtollen, die Sonne genießen, saftiges Gras kauen und ab und zu mit einer heißen Kuh schnackseln. Doch hätten wir zur großen Enttäuschung einen hierfür gänzlich unpassenden Unterbau: Menschenbeine, die fürs Herumtollen völlig ungeeignet sind und die in der Sonne schnell Sonnenbrand bekommen; dazu das Geschlechtsteil eines menschlichen Mannes, über das die Kühe auf der Weise nur müde lächeln. Hohn, Spott und Verachtung sind sowohl in der Welt der Menschen (die schon immer Andersartigkeit mit Abneigung begegnet sind) als auch in der Welt der Rinder an der Tagesordnung.

Und das Schlimmste von allem: dieses Problem ist genetisch, somit unabänderbar, und resultiert zudem noch nicht einmal aus eigenem Verschulden sondern aus der Habsucht des Ziehvaters und der geistigen leichten Manipulierbarkeit der Mutter! Kein Wunder also, dass man als junger Anertaurus (Altgriechisch für "Mensch-Stier", analog zum germanischen Wort "Werwolf"), spätestens im Teenager-Alter durchdreht und anfängt, seine Minderwertigkeitskomplexe und das durch Andere zugefügte Leid durch Aggression nach außen widerzuspiegeln. Die Umwelt sieht nur noch das Menschenfressen und die Jungfrauen-Opfer, aber wie es im Inneren eines Anertaurus aussieht, der sich seiner eigenen Zerissenheit für ein Leben lang bewusst ist, stand schon immer außerhalb der Geschichtsschreibungen auf einem anderen, vergessenen Blatt.

Wenn wir Minotaurus also wirklich "besiegen" wollen, so haben wir gerade in unserem Zeitalter alle Mittel, die er zum Glücklichwerden braucht: raus aus dem muffigen, dunklen Labyrinth, hinaus auf eine Weide; Sonne so viel er mag und die Beine mit Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 100 einschmieren; eine kostenfreie Phallusvergrößerung um mit anderne Stieren mithalten zu können; und natürlich einige Dutzend Stunden psychatrische Therapie um die letzten 2 Jahrtausende im Labyrinth und die Demütigungen der Zeit davor aufzuarbeiten. Zu guter Letzt wäre ein entspannendes Hobby nicht schlecht. Zum Beispiel Stricken: erstens müssen diese Menschenhände doch zu etwas gut sein und zweitens gibt es in seiner bisherigen Behausung genügend rotes Garn, mit dem sich positiv auseinander zu setzen lohnt.



Es lohnt sich also, in einem Jahr noch mal wiederzukehren - mal schauen, was der Minotaurus bis dahin Schönes gestrickt hat! Damit kann er vielleicht auch ein Weibchen verführen.
Und falls ich mal einen Anertaurus treffe, schicke ich ihn zu Martin!

Vielen Dank für diese aufwendige und gut durchdachte Lösung!




Zu guter Letzt kommt hier noch der fabelhafte Edgar von Caroline Strack:

Copyright Caroline Strack


Voll süß - diesen Edgar würde man ja am liebsten mit heimnehmen!


Lösungen zum Silvester-Countdown

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Lösung von Irina Spitznagel:


Irinas Vorgeschichte:


Herr Stanges hatte es ja schon geahnt und sich zu Recht Sorgen um seinen Sohn Lars gemacht. Mit diesem Mark ist nicht gut Kirschen essen!

Erst recht nicht, seit sich Mark in Marie verliebt hatte. Doch diese erkannte sofort, dass er nur ein hohler Angeber ist. Sie steht auf Lars, auch weil der immer so geniale Einfälle hat, zum Beispiel seine tolle CAMP-IDEE von letztem Sommer. Gerade für Marie, die von ihren Eltern fast nie an die frische Luft gelassen wird, war das kleine Zeltlager unter dem Stanges'schen Kirschbaum ein Traum.

Also wollte Mark seinen Widersacher ausschalten. Aus dem Fahrradschuppen hatte er sich damals selbst befreien können, deshalb musste eine dauerhaftere Lösung her. Dass Kirschen für Lars unwiderstehlich sind, war ja allgemein bekannt. Mit dem strengen Frost in der Nacht kam die Gelegenheit. Und tatsächlich, Lars konnte nicht an dem Straßenschild vorbei gehen, ohne an den lecker lockenden Kirschen zu lecken, fror da mit seiner Zunge fest und wurde eingeschneit. Oh leck!

Befreit hat ihn dann letztlich Marie, die das Telefongespräch zwischen Herrn Sultken und Lars' Vater belauscht hatte und eins und eins zusammenzählte. Weil der Lehrer sie ignorierte, statt ihr zu helfen, schritt sie selbst zur Tat, buddelte ihren Geliebten aus und löste seine Zunge mit warmem Kräutertee aus ihrer Thermoskanne. "


Den ersten Preis, obwohl ausgelost, hat sich Irinas wirklich verdient. Schaut Euch nur mal ihre Antworten auf die Zusatzfragen an:

Warum ist es genau in dieser Ortschaft passiert?

Warum sich die Geschichte ausgerechnet in LACHENFELS ereignet hat, müsste eigentlich ALLEN CHEFS klar sein. Auch wenn es heißt, F. E. SCHNALLE es noch immer nicht. Zumindest lautete sein einziger Kommentar zu der ortsbekannten Faustregel LL-FS* "ACH, NEE?!". Dabei weiß doch jeder, dass starker SCHNEEFALL dort häufig vorkommt. Das behaupten zumindest ELLEN S., die vom FACH ist, und LENA L. , die FESCH ist. Hingegen ist deren Bruder NEL eine FLASCHE, seine Witze sind FLACH und LESEN kann er kaum. Deswegen FLACHSEN E. und L. auch immer über ihn. So, nun aber Schluss mit dem Dorf-tratsch! Ich ess jetzt 'N LACHS, I just FEEL like it...

(*Leichtsinniges Lecken - Furchtbarer Schrecken)


In wen ist Marlon verliebt?

MARLON HEIE war schon immer in MARIE WEH verliebt, sogar EH sie aus WEIMAR herzog, wo vorher ihr HEIME WAR. Ohne MARIE ist der junge Herr H. LONE. Doch wegen L. ist er OHNE MARIE. Aber er ist klug und sagt sich: "Fuck cherrys, I buy HER A MELON!" Gute Idee, dann wird sie bestimmt auch mit dem HEIE WARM. So, wie er ihren Vornamen in sich trägt, hat sie schließlich seinen Nachnamen verinnerlicht. Und zusammen reisen sie dann - HEI - ans MEER, an die RHONE oder nach MALAWI.


Ich gebe das Zepter ohne Widerstand ab an Irina Spitznagel!




Vorgeschichte von Familie Herrmann:


Elke stieg aus dem Auto ihrer Eltern aus und lief zur Schule. Als sie vor der Schule stand, drehte sie sich um, um ihrer Mutter zuzuwinken. Da sah sie plötzlich einen schwarzhaarigen Jungen. Aber was machte er. Natürlich Blödsinn. Er schoss Schneebälle an Fensterscheiben. Plötzlich machte es "klirr". Dennoch machte er weiter und schoss Schneebälle an andere Fenster. Um ihn dingfest zu machen, blieb sie stehen und beobachtete ihn weiter. Plötzlich rutschte eine Lawine vom Dach und begrub sie.



Und damit hat sich die arme Elke selbst dingfest gemacht. So kann es gehen!




Vorgeschichte von Jutta Schneider:


Mark hat Lars eine Falle gestellt, indem er ihn dazu verleitete an der Säule mit den Kirschen zu lecken. Lars liebt Kirschen und ist leider nicht die hellste Kerze auf der Torte. Bei dieser Kälte bleibt er direkt an der eiskalten Säule kleben und schneit ein.



Die hellste Kerze würde bestimmt auch nicht einfrieren. Vielen Dank!




Und nun zurücklehnen, entspannen und die Vorgeschichte von Martin Bernasconi genießen:

Still war es an diesem Morgen, doch vermutlich war das nur die Ruhe vor dem Sturm, denn der Himmel war eine einzige weiß-graue Wolkendecke, die bereits förmlich danach schrie, jeden Moment ihre Last abzuwerfen. Lars war auf dem Weg zur Schule und erfreute sich an dieser Stille, die auch nicht durch Mitschüler getrübt wurde, da er der Einzige war, der Freitag morgens diese Strecke nahm. Alles war wie immer, bis auf zwei Dinge: erstens war er nur von einem SUV überholt worden (normalerweise waren es zwei) und zweitens sah er in der Ferne ein Zettel am Zebrastreifenschild vor der Schule, auf dem er beim Näherkommen Kirschen erkannte. Die Kirchturmuhr schlug gerade Viertel vor Acht. Zeit genug sich den Zettel genauer anzuschauen: "Hier lecken - Geschenk von Mark". Angewidert verzog Lars das Gesicht: Mark... Der war als der vorlauteste, sportlichste und größte Angeber der Primarstufe seiner Schule bekannt. Viele Mädchenherzen flogen ihm zu, obwohl er erst in der 3. Klasse war. Und doch hatte Mark vor einiger Zeit erkennen müssen, dass seine gebliebte Marie ihn - Lars - anhimmelte und nicht diesen Idioten. Ob Mark ihre Gunst durch ein Kirschengeschenk gewinnen wollte? Egal, Lars liebte Kirschen über alles. Und einmal lecken konnte ja nicht so schlimm sein, oder?

Die Turmuhr hatte gerade Viertel vor Acht geschlagen. Marlon war etwas spät dran heute und legte einen kleinen Spurt ein, musste aber nach kurzer Zeit schwer atmend wieder abbremsen; so sportlich wie Mark würde er wohl niemals werden. Jetzt noch schnell über den Zebrastreifen da vorne, an dem auch schon jemand zu warten schien, obwohl gar keine Autos kamen, und dann wäre er auch schon an der Schule. Je näher er jedoch dem Zebrastreifen kam, desto deutlicher erkannte er den Jungen, der da stand: es war Lars, welcher das Straßenschild zu küssen schien. Marlon verzog das Gesicht: Lars... Das war dieser Trottel, in den sich Marie verguckt hatte. Ausgerechnet Marie, die sowohl ganz offen von seinem Idol Mark als auch heimlich von ihm selbst angehimmelt wurde. Kurz darauf stand Marlon neben Lars und begann lauthals zu lachen: es sah einfach zu komisch aus, wie Lars mit der Zunge an der Schildstange klebte und versuchte, ihn gurgelnd zur Hilfe zu animieren. Noch kichernd las Marlon das Schild vor Lars' Nasenspitze genauer und stutzte. "Geschenk von Mark"? Anscheinend hatte Mark den Zettel geschrieben um Lars wegen Marie einen Denkzettel zu verpassen. Oder wollte jemand Mark eins auswischen und hatte dessen Namen unter diesen Zettel gesetzt? Nachdenklich ging Marlon weiter.
Im Schulgebäude steuerte Marlon zunächst seinen Klassenraum an: seine Blume musste gegossen werden. Als "Botanischer Garten" hatte ihnen Herr Hemmerat dieses schulübergreifende Projekt vorgestellt, welches letztlich bedeutete: jeder Schüler hatte auf dem Fensterbrett eine Pflanze stehen, für die er verantwortlich war. Ganz großes Kino. Danach ab in die Computer-Räume, denn die erste Stunde war Computer-AG. Normalerweise tauchte Marlon völlig ab in die Welt des Programmierens, doch heute konnte er sich kaum konzentrieren. Erstens tobte vor den Fenstern ein Schneetreiben ohnegleichen und mit etwas Pech klebte Lars noch an der Stange. Zweitens war die Frage, wie er Mark aus der Klemme helfen konnte, falls das Schild entdeckt werden würde. Das Schneetreiben endete so plötzlich, wie es angefangen hatte und in diesem Moment kam Marlon die rettende Idee. Unter dem Vorwand, ihm sei total schlecht, er sei bestimmt krank und ginge besser nach Hause, verließ Marlon nach der Hälfte der Stunde die Schule. Eine Gestalt aus Schnee stand unmittelbar neben dem Zebrastreifenschild und nur der Teil eines kaum sichtbaren blonden Haarschopfes deutete an, dass es sich um Lars in weißer Hülle handelte. Schnell zog Marlon sein Mathematikheft aus dem Ranzen und steckte es deutlich sichtbar in den von Lars. Falls er nach dem Heft gefragt würde, würde er behaupten, dass es ihm schon vor ein paar Tagen abhanden gekommen sei. Auf diese Weise würde es mindestens zwei Verdächtige geben und er und Mark würden beide behaupten können, irgendjemand anderes wolle ihnen wohl die Schuld in die Schuhe schieben! Zufrieden ging Marlon nach Hause.

Die Turmuhr hatte gerade Viertel vor Neun geschlagen. Klaus Bensch war auf dem Weg zur Schule. Er lag gut in der Zeit trotz des Schneesturms von gerade eben und seiner chronischen Angewohnheit, die Schule solange wie möglich zu meiden. Da vorne noch über den Zebrastreifen, wo jemand einen Schneemann gebaut hatte, dann war er fast schon da. Im Vorübergehen nickte Klaus anerkennend: es sah so aus, als ob der Schneemann das Straßenschild festhalten würde. Witzig. Vorm Schulhaus nutzte ein Junge, in dem er Rafe aus der 6b wiedererkannte, den frischen Schnee um ihn in Form von Schneebällen an Fenster zu werfen. Hatte Rafe nicht Unterricht? Naja, der wollte sicher nur seinen Frust rauslassen. Das konnte Klaus gut verstehen: Schule an sich ist ja schon Strafe genug, aber wenn dann auch noch die eigene Stiefmutter... Da konnte es schon mal passieren, dass einem der Fuß ausrutschte und ganz aus Versehen die Wand im Weg war. Klaus stieß die Schultür auf. Was stand denn heute auf dem Plan? Erst Bio und später gottlob kein Deutsch - ein guter Ausklang für diese Scheißwoche.

Herr Kelassen blickte an sein linkes Handgelenk: 8:55 Uhr. "Noch 5 Minuten. Kommt zum Ende und schließt eure Hefte." Herr Kelassen unterrichtete gerade Mathematik, genauer gesagt: er überwachte die 2. Klassenarbeit dieses Halbjahres der 4c. Der Schüler Lars Stanges fehlte zwar unentschuldigt, aber der konnte ja getrost nächste Woche nachschreiben: selbst wenn er im Vorfeld Tipps von seinen Mitschülern bekommen würde, würde es ihm vermutlich nicht viel nützen. Herr Kelassen stand gelassen am Fenster und blickte auf den Vorhof der Schule. Draußen warf ein ihm unbekannter Schüler mit Schneebällen. Hatte der nicht Unterricht? Naja, der wollte sicher nur kurz Pause machen. Herr Kelassen seufzte innerlich: zu Beginn des Schuljahres hatte die Schulleitung gegen den Rat der Lehrer beschlossen, die Pausen zwischen der 1. und 2. sowie zwischen der 2. und 3. Stunde einfach wegzurationalisieren. Einfach so, als ob Schüler (und Lehrer) nicht Pausen zur Erholung bräuchten! Kein Wunder also, wenn manche Schüler (und Lehrer) sich ihre Pausenzeiten selbst organisierten. Wenige Minuten später begann er die Arbeiten einzusammeln und dann ging alles plötzlich sehr schnell. Punkt 9 Uhr ertönte der Gong und Bewegung kam in die Klasse, da alle Kinder hektisch ihre Sachen zusammenpackten, um den Raum für die folgende AG-Stunde zu wechseln. In dieses Chaos hinein kam Herr Sultken durch die Tür gestürmt. Der Kollege stammelte sichtlich durcheinander etwas von einem "Mariechen", das weinend durch den Flur gerannt sei ("Und sicherlich nur ihr Handy verloren hat", schoss es Herrn Kelassen durch den Kopf), von Kirschen, die Herr Sultken auf Lars' Platz legen solle, und von Herrn Stanges, der sich wunderte, warum sein Sohn nicht längst in der Schule sei. Herr Kelassen kratzte sich am Kinn: "Ja, Lars Stanges ist tatsächlich heute Morgen nicht erschienen. Aber ich glaubte, dass nur die heutige Klassenarbeit der Grund hierfür sei."
In diesem Moment drang ein lautes Klirren in den Raum. Beide Lehrer schraken zusammen, stürmten zum nächsten Fenster und rissen es auf. Gegenüber der Schule erklang wütendes Gezeter aus dem zerbrochenen Fenster eines Hauses, dessen noch heile Fenster übersäht waren mit weißen Punkten. Aus den Türen des Schulgebäudes strömten gerade Schüler in den Hof, von dem unbekannten Schüler hingegen war keine Spur mehr zu sehen. "Vor etwa 5 Minuten habe ich noch einen Schüler vor der Schule Schneebälle werfen sehen!" rief Herr Kelassen aufgeregt. Herr Sultken riet: "Dann gehen Sie am besten gleich zur Schulleitung und teilen denen mit, was Sie gesehen haben!" Elig warf Herr Kelassen die Hefte in seine Tasche, diese wiederum über seine Schulter, und stürmte aus dem Zimmer: "Wäre doch gelacht, wenn wir diesen Schneeballwerfer nicht fänden!"

Und so kam es, dass niemand mehr an den fehlenden Schüler Lars Stanges dachte und dieser erst gefunden wurde, als sich ein Bewohner auf dem Weg zum Altglascontainer darüber wunderte, wozu ein Schneemann wohl ein Mathematikheft in der Hand hielt.


Die Geschichte ist besser als der Hauptgewinn. Danke!!!




Lösungen zum Nussknackerrätsel

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1. Preis: Martin Bernasconi

Seine Lösung:

Tina Lehrbuch liebte Bücher schon immer. Sie liebte Bücher so sehr, dass diese für sie sogar berufsweisend wurden. Trotz des steten Drängens ihrer Eltern, sie solle Software-Entwicklung studieren, da die Berufschancen in diesem Bereich wesentlich besser seien, blieb sie ihrer großen Liebe treu und wurde Buchhalterin. Sie liebte Bücher ob der Geschichten und Märchen, die sie erzählten.
Wenn es draußen früher dunkel und im Zimmer kuschelig warm wurde, dann lag sie auf dem Sofa und las ihre Bücher, deren Geschichten im Schein der Stehlampe für sie lebendig wurden. Lesen konnte sie schon mit 5 Jahren und so bekam sie bereits mit 6 Jahren von ihrer Großmutter ein Buch geschenkt, das schon ihrem verstorbenen Großvater gehört hatte: "Nußknacker und Mausekönig" von E.T.A. Hoffmann. Zugegeben: die Metaphern überstiegen ihren damaligen Horizont. Doch die Geschichte fesselte sie von der ersten Seite an. Mit der Hauptperson des Buches, Marie, identifizierte sie sich sofort: ein phantasievolles Kind wie sie selbst, das im Kampf "Nussknacker gegen Mäuse" einer Schutzgöttin gleich auf der Seite der Geschundenen stand. Tina liebte das Buch und las es immer und immer wieder, wie der eine oder andere Kakaofleck noch heute bezeugt. Und mit jedem Lesen dieses Buches verachtete Tina Mäuse mehr. Ganz besonders zur Weihnachtszeit, in der die Mäuse zum Kampf gegen die Husarenarmee geblasen hatten, spürte sie ihre tiefe Verantwortung, Verpflichtung und Zuneigung zum Nussknacker.
Eines Jahres jedoch zur Weihnachtszeit träumte Tina, dass ihr Nussknacker dieses Jahr den Kampf verlieren würde, wenn sie ihm nicht zur Seite stünde! Geschockt von diesem traumatischen Erlebnis besorgte sie sich gleich am nächsten Tag die passende Uniform, bewaffnete sich und machte sich auf den Weg, um ihrem Nussknacker beiseite zu stehen...


Ein wahrer Lesegenuss!
Wir denken, genau so wird es gewesen sein.




2. Preis: Familie Sauer aus Landsberg
(Hauptgewinner vom letzten Jahr!)

Ihre Lösung:

"Täterin ist Tina Lehrbuch. Sie hatte keinen Grund, das Nußknackerkostüm zu besitzen. Das Rattengift hat sie im Umkreis ihres Wohnortes und im Zusammenhang mit ihrem Vorstellungsgespräch bei Herrn Stehse verbreitet.
Das Motiv ist wohl in ihrer Lektüre "Nußknacker und Mausekönig" und somit der Feindschaft zwischen Nußknacker und Mäusen zu suchen. Die Erklärung meiner Tochter: "Das Verhalten mancher Menschen ist einfach nicht rational nachzuvollziehen. Ich denke, sie ist paranoid und hat furchtbare Angst vor Mäusen."
Vielleicht identifiziert sie sich aber auch so stark mit dem Nußknacker, dass sie die Mäuse für eine Bedrohung hält? Oder sie erhofft sich, nach dem Sieg über die Mäuse auch in wunderschöner Gestalt zu erwachen? Dafür wäre es natürlich hilfreich, ihr momentanes Äußeres zu kennen ;-)... Vielleicht wünscht sie sich, am Limonadenstrom und Mandelmilchsee zu leben und scheut vor keinem Mittel zurück."


Freut mich sehr, dass ich zum Nachdenken anregen konnte!




3. Preis: Irina Spitznagel aus Saarbrücken

Ihre Lösung:

Eigentlich eine tragische Geschichte: Da hatte die arme Tina Lehrbuch endlich wieder einen Job in Aussicht, nachdem sie monatelang zu Hause an ihrem Computer versauert und zu einem totalen Nerd geworden war. Doch dummerweise hatte sie die Infos zum Vorstellungsgespräch auf ihrem alten Deutsch-Lehrbuch über den bösen Mausekönig notiert und in der Nacht vor dem Job-Interview vermischten sich der Inhalt des Märchens und der Name des potenziellen Arbeitgebers. Als sie diesen am Morgen las, tanzten die Buchstaben durcheinander und in ihrem Kopf ertönte der Satz: "NERD, TOETE DAS MAUSEOHR!" Immer wieder! Also ging sie nicht zum Vorstellungsgespräch, sondern begann damit, überall in der Innenstadt Giftköder auszulegen um so diesem Befehl zu gehorchen.

Mit den eigenen Waffen geschlagen... Herrlich!




4. Preis: Caroline Strack aus Mainz

Ihre Lösung:

Die arme Tina Lehrbuch leidet, seit sie in ihrer Kindheit von einem aufgebrachten Eichhörnchen attackiert wurde, an einer schrecklichen Eichhörnchenphobie. Gerade im Spätherbst, wenn die kleinen Kerlchen besonders eifrig am Nüsse sammeln sind, geht sie deswegen nur vor die Tür, wenn es unbedingt erforderlich ist.
Leider hat sie nun genau in der kritischen Zeit ein Vorstellungsgespräch. Die Gefahr, auf dem Weg dorthin auf ein Eichhörnchen zu treffen, bereitet ihr schaflose Nächte; allein die Vorstellung, vollkommen aufgelöst und angstschweißdurchtränkt bei ihrem zukünftigen Arbeit-geber einzutreffen... um das Risiko zumindest ein wenig zu minimieren, ist sie auf den Gedanken gekommen, möglichst viele der Risikofaktoren im Vorfeld auszuschalten und verteilt daher schon Wochen vorher als Nussknacker maskiert Giftköder...


Na, das nennen wir mal "gut vorbereitet ins Vorstellungs-gespräch'"!


Lösungen zum Nikolausrätsel

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Die geniale Antwort der beiden Hauptgewinner Philipp und Felix Clos hat Extraruhm verdient:


"Der Täter Manni mag Weihnachten nicht, weil er seit 80 Jahren nicht das vom Weihnachtsmann bekommen hat, was er sich wünscht: gestrickte Socken. In der Hoffnung im Sack des Weihnachtsmannes befindet sich ein Paar gestrickte Socken, überkam ihn die jahrelang aufgestaute Wut und er sah rudolf-nasen-rot! Plumps, das ging einfacher als gedacht. Doch der Sack war leer. Dann kann er das Beweisstück auch gleich beim VHS-Kurs entsorgen und nicht durch Verspätung auffällig werden. Unterschrift gesetzt, Alibi in der Tasche. Nur die Sehnsucht nach warmen Füßen bleibt bestehen. Dafür hat der Weihnachtsmann jetzt nasse Füße!!"



Ja, ja, mit gestrickten Socken kennen wir uns gut aus.
Vielen Dank für die schöne Geschichte!



Adventskalendermix

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Tiefenentspannte Vorweihnachtszeit



Eine entspannte Alternative zum Vorweihnachts-stress in der Krippe hat Martin Wanke gefunden:

'Yoga auf dem Küchentisch'

Original-Nonogramm aus dem Adventskalender:
'Krippe mit Weihnachtsstern'


Vielen Dank für den lustigen Beitrag und
beste Sonnengrüße an Martin!



© Katja Clos